Articles for author: Anna Katharina Mangold

Greece in Crisis

At the moment, rapid changes are happening in Greece on a daily, even hourly basis. In such a volatile situation, it is impossible to already provide a final analysis. It is, however, possible and desirable to document the events and provide a preliminary explanation and contextualisation. This is the aim of our online symposium on Verfassungsblog in the weeks to come. Greek scholars and practitioners will offer their analyses and shed a light on the crisis in Greece, from constitutional law and political science perspectives, among others. The contributions will cover three particularly drastic and constitutionally relevant topics: the imminent collapse of the academic system, the events surrounding the neonacist party “Golden Dawn”, and the transformation of labour law which directly affects public servants and is constitutionally questionable.

(K)eine Epistemodizee in Frankfurt

Von ANNA KATHARINA MANGOLD Bericht von einer konfliktfreien Podiumsdiskussion im Frankfurter House of Finance am 19. April 2012 zum Thema »Wie unabhängig ist die Wissenschaft?« Ein Jahr, nachdem er den Guttenberg-Skandal durch seine Rezension in der Kritischen Justiz ins Rollen gebracht hatte, meldet Andreas Fischer-Lescano, Professor an der Universität Bremen,  sich nun mit seinem  Beitrag «Guttenberg oder der ›Sieg der Wissenschaft‹?«in den Blättern für deutsche und internationale Politik zu Wort. Darin hinterfragt Fischer-Lescano, »das Verhältnis der Rechtswissenschaft zu Politik, Wirtschaft und Gesellschaft«. Fischer-Lescano, der seinerzeit selbst in Frankfurt habilitiert wurde, fragt zunächst zwar verallgemeinernd, ob die Universität nurmehr als »Kadettenanstalt ... continue reading

Rettungsschirm für Grundrechte: Anmerkungen von ANNA KATHARINA MANGOLD

Die Heidelberger Forschergruppe um Armin von Bogdandy schlägt in ihrem andernorts treffend bezeichnet worden ist. Der EuGH konnte mithilfe der Unionsbürgerschaft die Prinzipien der begrenzten Einzelermächtigung und der Subsidiarität umgehen. Das macht deutlich, warum der Vorschlag eines Grundrechte-Rettungsschirms gerade die Unionsbürgerschaft zum Ausgangspunkt nimmt: Die Unionsbürgerschaft erlaubt, politische Gehalte in das Unionsrecht zu befördern, die dort zuvor nicht zu finden waren, und zwar unter Umgehung der für solche Vorhaben vorgesehenen Verfahren. Diese Einsicht aber liefert ein Argument gegen diese Vorgehensweise. Man muss nicht gerade in die rückwärtsgewandte Souveränitätsrhetorik des Lissabon-Urteils verfallen, um doch anzuerkennen, dass die Implikationen der Interpretation von ... continue reading