A Standoff Between the Monarchy and the People

On 7 August 2024, Thailand’s Constitutional Court ordered the dissolution of the Move Forward Party (MFP), the country’s most popular political party. The dissolution follows a decision in January, when the Constitutional Court ruled that the MFP’s campaign to amend section 112 of the Penal Code (the lèse-majesté law) constituted an attempt to overthrow the democratic regime with the king as head of state (DRKH), which is considered a fundamental principle of the Thai state. The decision is another chapter in a long-standing conflict over the scope of the criminal offense of lèse-majesté, the extent of freedom of expression, and ultimately, the character of the Thai state.

Revenge in the Big Village

The EC’s 2024 Rule of Law report is yet another indicator of the deterioration of constitutional standards in Slovakia. Next to outlining selected key developments of Slovakia’s illiberalization in 2024, this post underscores how the small jurisdiction’s size in combination with its relatively isolated doctrinal legal academia could hamper the development of robust democratic constitutional discourse and thus legal academics’ contribution to democracy.

Fast-track Democratic Backsliding in Slovakia

Over the past ten months, the Fico IV government in Slovakia has intensified its assault on democratic principles, revealing deep vulnerabilities in our legal system. This article examines the government’s four key strategies to consolidate power and weaken civil society: undermining judicial independence, expediting the legislative process, attacking civil society organizations, and exerting political control over independent institutions, particularly the public broadcaster RTVS.

Finanzielle Nachwirkungen einer politischen Trennung

Ein Stadtratsabgeordneter verlässt seine langjährige politische Heimat Die Linke, um gemeinsam mit Frau Dr. Wagenknecht und ihren Gefährten das verheißungsvolle Land der Vernunft und Gerechtigkeit zu finden. Der Kreisverband – über den Austritt wenig erfreut – macht nun sog. Mandatsträgerbeiträge auch nach dem Ende der Parteimitgliedschaft gerichtlich geltend – und zwar auf Grundlage einer beidseitig unterzeichneten, vorformulierten „Abrede über die Abführung von Mandatsträger*innen-Beiträgen“ sowie kaskadenartiger Verweisungen in Satzungen der verschiedenen Gliederungsebenen. Es dürfte kaum bei diesem Einzelfall bleiben.

First Time as Tragedy, Second Time as Farce

In December 2023 the Hungarian Parliament speedily adopted the Act on the Protection of National Sovereignty and by February 2024 the government had already designated the Sovereignty Protection Office (SPO) for its enforcement. The history repeats itself, first time as tragedy, second time as farce. The current activities of the SPO exemplify the Hungarian government’s ongoing efforts to undermine free and independent society. It is crucial for the Union and European civil society to once again act swiftly to prevent the harassment of journalists and the potential disappearance of NGOs.

Studieren wie Kafka

Wir brauchen Jurist*innen und damit auch das Jurastudium, um die gesellschaftlichen und ökologischen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts zu bewältigen. Wir brauchen Jurist*innen, die angesichts des grassierenden Rechtsextremismus und der sozial-ökologischen Katastrophe nicht beim Wiederkäuen der Wissensbestände der Vergangenheit stehen bleiben, sondern die sich ihrer sozial-ökologischen Verantwortung bewusst sind und die die rechtspolitischen Kämpfe mit Engagement und Courage zu führen bereit sind. Aus den Ruinen der aktuellen Curricula und der aktuellen Lehr- und Lernmodelle werden wir daher das Jurastudium der Zukunft entwickeln müssen.

Kritik und Reform des Jurastudiums

Die Rechtswissenschaft steht vor zahlreichen Herausforderungen: Ob dies die Resilienz gegen rechts oder die sozial-ökologische Transformation zur Bekämpfung des Klimawandels beziehungsweise die notgedrungene Anpassung an seine Folgen betrifft. Klar ist, dass die (deutsche) Rechtswissenschaft und damit auch die Rechtswissenschaftler*innen sich in den nächsten Jahren und Jahrzehnten mit zahlreichen neuen Fragestellungen beschäftigen (müssen). Während die Debatten auch hier auf dem Verfassungsblog zeigen, in welcher Diversität sich die Disziplin bereits heute mit einigen dieser Fragestellungen befasst, bleibt doch ein Thema unterbelichtet: ein ganzheitlicher Blick auf die Rolle der juristischen Ausbildung.

Kein EU-Geld für Thüringen?

In Deutschland wird die Regierungsbeteiligung einer rechtsextremen Partei zumindest auf Landesebene ein immer realistischeres Szenario. In so einem Fall könnte die EU mit fast allen ihren Instrumenten auch gegen die autoritäre Regierung eines Bundeslandes vorgehen – selbst wenn sich die Bundesregierung weiter an EU-Recht hielte. Das Zurückhalten von EU-Fördergeldern wäre das effektivste Mittel der EU, um die Rechtstaatlichkeit auf regionaler Ebene zu schützen.

Verkehrte Welt

Die AfD schafft durch ihren rassischen Volksbegriff ein Narrativ, das Ausländer:innen und generell nicht-weiße Menschen zu einer Bedrohung macht, insbesondere für die nationale Sicherheit. Darüber hinaus stellt die AfD die deutsche weiße Bevölkerung als Opfer eines Reverse Racism dar und droht, Diversity-Maßnahmen abzuschaffen. Ausgehend von ihrem umgekehrten Rassismus-Verständnis könnte sie nach den Landtagswahlen in Brandenburg, Thüringen und Sachsen im September und der Bundestagswahl im kommenden Jahr institutionellen Rassismus verstärken, wenn ihr eine Regierungsbeteiligung gelingt.

From Zero to Hero

Poland, once a country with one of the highest numbers of Strategic Lawsuits Against Public Participation (SLAPPs), might now be an example of how to deal with them. With third sector actors experienced in helping SLAPP victims and a willing Minister of Justice, Poland may have found the recipe for success. With Poland set to take over the EU Presidency, the effective implementation of the Anti-SLAPP Dircetive could transform the country into a model of progress after years of shamefully using abusive proceedings to suppress freedom of expression among government critics.