Volksverhetzung und die Entziehung des passiven Wahlrechts

Ein neuer Vorstoß zur Verschärfung des Volksverhetzungsparagrafen wirft heikle Fragen zur Grenze zwischen Strafrecht und Meinungsfreiheit auf. Wird das passive Wahlrecht an politisch aufgeladene Tatbestände geknüpft, droht ein gefährlicher Präzedenzfall - mit weitreichenden Folgen für die politische Teilhabe und das Vertrauen in den Rechtsstaat. Gerade der Umgang mit § 130 StGB erfordert deshalb juristische Zurückhaltung und ein gefestigtes Verständnis demokratischer Resilienz.

Popular Struggle for Democracy in Indonesia

In Indonesia, newly elected President Prabowo Subianto is facing nationwide protests against his democracy-eroding policies. As institutional checks and balances are gradually being dismantled from within and the executive continues to accumulate power, the “Dark Indonesia” protest movement highlights the importance of a critical civil society in safeguarding a country’s democracy.

The EU Free Market Does Not Extend to Citizenship

In the landmark Commission v Malta judgment of 29 April 2025, the European Union Court of Justice outlawed the “commercialisation” of EU citizenship, closing a door for corrupt actors. The Grand Chamber judgment not only bars the Maltese practice at issue, but also casts doubt on the legality of citizenship grants under that and similar schemes, while raising legal arguments for would-be citizens to challenge discriminatory laws.

Diabolus Advocati

Der Überfluss an verfassungsrechtlichen Sünden der Trump-Administration kaschiert manchmal die Unbegreiflichkeit der einzelnen Tat. Ein Baustein des Angriffs auf den Rechtstaat in seiner Gesamtheit ist der Feldzug der Regierung gegen bestimmte Anwaltskanzleien. Die Vorgänge werfen nicht nur berufsrechtliche Fragestellungen im Hinblick auf die in Deutschland zugelassenen Rechtsanwälte dieser Kanzleien auf – sondern auch nach der Resilienz der Anwaltschaft in Deutschland. Eine sinnvolle Resilienzmaßnahme wäre eine Verankerung der Anwaltschaft im Grundgesetz.

The Legal Authority (or Lack Thereof) for Trump’s Tariffs

The Trump tariffs have increased the average weighted U.S. tariff to 23% – a ten-fold increase from a year ago. Outside observers have been puzzled about how one person, even the U.S. president, has the power to single-handedly enact such sweeping changes to the U.S. and global economy. In fact, President Trump may not – and in my view, does not – have the power to impose most of his tariffs.

Harvard Under Attack

Seit dem Amtsantritt von Donald Trump als 47. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika vergeht kaum eine Woche, in der wissenschaftliche Einrichtungen nicht attackiert werden. Die US-Regierung macht nun geltend, dass Harvard – und andere Universitäten – gegen Title VI des Civil Rights Acts verstießen, indem sie als "Brutstätten für Antisemitismus" dienten. Das wirft allerlei verfassungsrechtliche Fragen auf.

Mehr Schein als Schutz

Im Kampf gegen geschlechtsspezifische Gewalt setzt die neue Bundesregierung vor allem auf strafrechtliche und sicherheitspolitische Maßnahmen. Eine feministische Analyse zeigt jedoch, dass diese Ansätze häufig an Symptomen statt an den Ursachen gesellschaftlicher Ungleichheiten ansetzen und staatliche Kontrollmechanismen unreflektiert verstärken können. Insgesamt bleiben die geplanten Maßnahmen vielfach unkonkret und greifen strukturelle Probleme unzureichend auf.

The (TikTok) Ban Is Dead, Long Live the Ban

In 2024, amidst social unrest, the French government banned TikTok in Kanaky-New Caledonia. In April 2025, the Council of State reviewed the ban. This post examines the implications of the judgment through the lens of the legal doctrine on emergency powers – particularly its impact on the separation of powers – and situates it within the broader context of Kanaky-New Caledonia’s ongoing decolonization process from France.