Articles for category: Ungarn

Rescue Package for Fundamental Rights: Comments by MICHAELA HAILBRONNER

The Daniel Thym and post). It thus constitutes a significant risk for the CJEU to take if it wants to preserve its authority. The bigger and more important the concerned country is, the less likely it is that the CJEU will take this risk. This necessary inconsistency in its application will lead to accusations of hypocrisy and further add to national outrage. It is also a mark against the Heidelberg-proposal that is not coincidentally made by German scholars who may justifiably feel safe from intervention of the CJEU. The best situation for the CJEU to risk an application of Reverse-Solange ... continue reading

EU-Recht setzt Ungarns Isolation Grenzen (aber sehr, sehr weite)

EU-Mitgliedsstaaten müssen sich nicht vertragen. Aber ihr Streit darf nicht so weit gehen, dass sie nicht mehr miteinander reden. Zu diesem Schluss kommt Generalanwalt Yves Bot in seinen heute veröffentlichten Schlussanträgen in einem Fall, der sich – jawohl – um Ungarn dreht. Genauer gesagt dreht er sich um den ehemaligen Staatspräsidenten László Sólyom: Dieser wollte 2009 in dem slovakischen Städtchen Komárno, in dem viele ethnische Ungarn wohnen, eine Rede halten, und zwar gegen den heftigen Protest der slovakischen Staatsführung. In der Slovakei gibt es eine große magyarische Minderheit, und in Ungarn sehen dies große Teile der Bevölkerung mit den heftigsten ... continue reading

Rettungsschirm für Grundrechte: Anmerkungen von MATTIAS KUMM

Ungarns Ministerpräsident Victor Orban und die von ihm kontrollierte Regierungspartei Fidesz sind seit der letzten Parlamentswahl 2010, bei der sie 53% der Wählerstimmen aber 68% der Sitze im Parlament auf sich vereinen konnten, dabei, das ungarische Verfassungssystem neu auszurichten. Dabei etabliert die Regierungspartei die Kontrolle über die Gerichte und das Justizsystem, die Medien und das Wahlsystem und erlässt zudem Regeln, die sicherstellen, dass auch bei veränderten Mehrheiten in der Zukunft die politischen Entscheidungen der Regierung nicht rückgängig gemacht werden können (Jan-Werner Müller und Kim Lane Scheppele haben dazu überzeugende Beschreibungen geliefert). Diese Hinwendung zu einem autoritären Nationalismus sollte, wo immer ... continue reading

Rescue Package for Fundamental Rights: Further Comments from PETER LINDSETH

It is a tribute to the thoughtfulness of the Heidelberg proposal that it has stimulated such a provocative exchange of views so far. It is quite obvious that, regardless of one’s position vis-à-vis the merits of ›reverse Solange‹, there is widely shared concern regarding the evolution of the Hungarian regime. Therefore, at least on an instrumental level, the debate is primarily over the proper balance between judicial and political approaches in challenging that evolution, a debate that the Heidelberg proposal has stimulated quite nicely. But on a deeper level—one of principle—the debate has been over the character of European integration ... continue reading

Rescue Package for Fundamental Rights: Comments by WOJCIECH SADURSKI

The Hungarian debacle is both a challenge and an opportunity for the EU. It is a challenge, because for the first time the EU faces the situation of one of its member states so blatantly and clearly violating certain principles of democracy and human rights protection, taken for granted as part of the moral values upon which the EU is built. (The first time, because the »Haider affair«, often invoked in this context, cannot be seen as a precedent, for reasons mentioned below.) But it is also an opportunity. An opportunity for the EU to demonstrate that it takes its ... continue reading

Rettungsschirm für Grundrechte: Anmerkungen von DANIEL THYM

Die Parallelen zwischen den Notoperationen zur Euro-Rettung und einer EuGH-Grundrechtsintervention in Ungarn sind bemerkenswert: In beiden Fällen zeigen sich Konstruktionsschwächen der EU-Verträge, und die Befürworter von »mehr Europa« fordern eine Stärkung der überstaatlichen Aufsichts- und Kontrollrechte. Diese Rückkehr zur Integrationsmethode der 1970er-Jahre ist nicht frei von Risiken. Defizite der EU-Verträge liegen auf der Hand. Bei der Schaffung des Euro wurde auf eine Wirtschaftspolitik verzichtet und auch die EU-Grundrechte sind von einer Asymmetrie geprägt. Es kann nicht sein, dass die EU in den Beitrittskandidaten (etwa Serbien) und Drittstaaten (etwa Syrien) die Menschenrechte einfordert, gegenüber dem Mitgliedstaat Ungarn aber nur auf Umwegen ... continue reading