Articles for category: Deutschland

Access to Legal Redress in an EU Investment Screening Mechanism

The proposal for a regulation of the European Parliament and of the Council establishing a framework for screening of foreign direct investments into the European Union (Draft Proposal) presupposes (some would even say: proposes) investment screening and control mechanisms (ISCMs) at member state level. Approaching ISCMs from the angle of legal redress raises three questions: Legal redress to what end? Legal redress by who? Legal redress by which material standards? Sorting out these questions is of vital interest for stakeholders. For investors and their counsel confronted with a new layer of regulation and uncertainty, as much as for member states ... continue reading

Zwischen modernem Sicherheitsrecht und klassischem Polizeirecht – Die Entscheidungen zur automatisierten Kenn­zeichen­kontrolle

An den in dieser Woche veröffentlichten Entscheidungen zu automatisierten Kennzeichenkontrollen des BVerfG erscheint vor allem bemerkenswert die vom Senat vorgenommene Korrektur seiner Rechtsprechung hinsichtlich der Eingriffsqualität der Maßnahme im Nichttrefferfall. Im Ergebnis führt dies zunächst zu einer Neubewertung der automatisierten Kennzeichenerfassung, die sich nunmehr als erheblich eingriffsintensiver als in der Vorgängerentscheidung präsentiert. An den Konsequenzen ändert sich hierdurch freilich wenig.

Investment Screening in the Defence Industry – News from the Bermuda Triangle of EU Law

The national investment screening mechanisms for the defence and security sector are the Doyen of the existing screening mechanisms, and their bases in EU secondary and primary law are not so hidden. The discrimination of investors on grounds of nationality have some specific bases in topical EU Regulations or Directives, but most importantly in the EU-Treaties themselves: Article 346 TFEU allows Member States to prevent foreign investments on grounds of national security considerations, and that, interestingly, irrespective of a takeover attempt from a company from inside the European Union, or from a third country. Before taking a closer look at ... continue reading

Die Versprechen der modernen Demokratie: zur Debatte parla­men­tarischer Parität

Für die Verfassungswidrigkeit der Paritätsquoten im Parlament – unabhängig von der konkreten Ausgestaltung – werden die schwereren Geschütze unserer Verfassung aufgefahren: etwa die Parteienfreiheit, die Wahlrechtsgleichheit und auch das Prinzip der Repräsentation. Doch nicht alle verfassungsrechtlichen Argumente gegen die Genderparität im Parlament halten näherer Betrachtung stand.

Streit um die »Grenzöffnung«: Mehr Fragerechte und Klage­möglich­keiten für Abgeordnete?

Seit September 2015 spaltet der Streit um die sogenannte „Grenzöffnung“ für Flüchtlinge die Republik. Politisch soll nun zumindest bei der CDU der Versuch einer internen Aufarbeitung durch die Debatte zweier Rechtswissenschaftler erfolgen. Am Köcheln gehalten wird der Streit nicht zuletzt durch die Ungewissheit, wie genau und auf welcher Rechtsgrundlage die Bundesregierung gehandelt hat. Was Not tut, ist ein Klagerecht für Bundestagsfraktionen auf eine objektive Rechtmäßigkeitskontrolle vor dem Bundesverfassungsgericht.

Censoring Allegedly »Unconstitutional« Constitutional Law Textbooks in China

Earlier in January, an overall censorship on constitutional law textbooks in Chinese higher education has been unexpectedly imposed, according to the latest official notice of Chinese National Teaching Course Council. The books by which Chinese university students learn about Chinese constitutional law are already far from being ideologically neutral. But this step means that the Censorship Authority has started to tighten further control of the content of these textbooks, which probably will have to be rewritten or even taken off the shelves in order to correspond with official standards. More important, this censorship will pose a great threat to academic ... continue reading

Ein bisschen Verfolgung kann so schlimm nicht sein? Sicherheit in Herkunftsstaaten ist keine Frage des politischen Willens

Vor einer Woche hat der Bundestag beschlossen, Georgien sowie die Maghreb-Staaten Algerien, Tunesien und Marokko in die Liste der sicheren Herkunftsstaaten aufzunehmen. Angesichts der Zuständigkeit des Gesetzgebers entsteht der Eindruck, dass es eine Frage des politischen Willens sei, ob Länder sicher sind. Das wird der verfassungsrechtlichen Konzeption aber nicht gerecht.

Darf man den öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten die Textberichterstattung im Internet verbieten?

Den Landesparlamenten liegt derzeit der 22. Rundfunkänderungsstaatsvertrag zur Zustimmung vor, der die Befugnisse der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten, über das Internet Inhalte mit Text zu verbreiten, erheblich einschränkt. Die Rechtsprechung des Bundesverfassungsrechts zur Rundfunkfreiheit lässt allerdings Zweifel an der Verfassungsmäßigkeit der geplanten Neuregelung aufkommen.