The Delhi Killings and the Making of Violence

The recent killings in Delhi, orchestrated by armed mobs with impunity and legitimized through the highest offices of government and the current ruling party, resulted in the death of almost 50 people, mostly Muslims and mostly the poor and vulnerable among them. The sheer scale, design and brutality of the undertaking revived memories of the 2002 Gujarat riots and the 1984 riots in Delhi, that exhibited a certain pattern. That of absolute unrestraint and complicity. Of the state, the executive, the police, the popular media and in many respects the courts as well, in creating and perpetuating a state of terror while fuelling discrimination and disenfranchisement against minorities, especially Muslims.

Thailand’s Obsession with Clean Politics Dismantles its Democracy

On 21 February, the already fragile Thai democracy became even more vulnerable as the Constitutional Court dissolved the Future Forward Party, the third largest party and the most active opposition against the government of Prayuth Chan-ocha. This case is the latest in the series of judicial overreach in Thailand. The phenomenon is being fueled by the unhealthy obsession of building clean politics which yields an opposite result.

Context Matters

On February 9th, the Armenian parliament authorized a referendum that would allow the Prime Minister of Armenia, Nikol Pashinyan, to remove seven of the current nine justices from the Constitutional Court. Pashinyan has called the decisions of the Court a “threat to democracy”. On its face, this seems like yet another example of a populist leader trying to use a referendum to increase his power. Examining the context of the situation in Armenia, however, paints a different picture.

Gleichmacherei statt Gleichheit

Knapp drei Jahre nachdem die erste Kammer des Zweiten Senats mit der Entscheidung vom 27.6.2017 den Eilantrag einer Rechtsreferendarin gegen ein Kopftuchverbot abgelehnt hatte, liegt nun die lang erwartete Hauptsache-Entscheidung vor. Das Ergebnis der Entscheidung ist mit Blick auf die damalige Kammerentscheidung wenig überraschend, ihre Begründung birgt jedoch so manche Neuigkeit. Langfristig wird die Entscheidung den Streit um das Kopftuchverbot nicht beilegen.

Das Ziel der Geschichte und die Diskussion als soziale Plastik

Wenn man nun ein solches Geburtstagsgeschenk bekommt, muss man sich in angemessener Weise dafür auch bedanken. Das Mindeste, was man erwarten kann, wenn so kluge, intelligente und sympathische Menschen mit klugen und intelligenten und manchmal nicht ganz so sympathischen Gedanken mir gleichsam ein Geschenk vor die Füße oder vor das Podium legen, ist doch wohl, dass sie eine angemessene Antwort erhalten. Und das ist eine Antwort, die mindestens auf der Höhe von Hegel liegen muss.

Justitias Dresscode, zweiter Akt

Heute hat der Zweite Senat einen bereits am 14. Januar 2020 ergangenen Beschluss veröffentlicht, der weitreichende Konsequenzen für die dritte Gewalt in der deutschen Demokratie haben wird. Vordergründig geht es um kopftuchtragende Rechtsreferendarinnen, doch mitverhandelt wird, ob im Deutschland des 21. Jahrhunderts kopftuchtragende Richterinnen auch nur denkbar sind. Die Antwort des Zweiten Senats ist für sieben Richter*innen klar: nein. Der Senat verfehlt damit spektakulär die vornehmste Aufgabe eines Verfassungsgerichts: den grundrechtlichen Schutz von Minderheiten sicherzustellen.

Verbundenheit als Grundlage der Verbindlichkeit demokratischer Politik

Die repräsentative Demokratie ist durch Entscheidungen, die sie systematisch in ihrer Handlungsfähigkeit einschränken und zu einer Entfremdung eines Teiles der Bürger führen, in eine tiefe Krise geraten. Am Beispiel der Entwicklung der Demokratie seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts skizziert Christine Landfried diese Problematik und zeigt, welche Hinweise wir aus den zukunftsweisenden Arbeiten von Ulrich K. Preuß für eine Perspektive zur Überwindung der Krise der repräsentativen Demokratie gewinnen können.

Ein Parlament der Menschheit

In diesem Jahr zelebrieren die Vereinten Nationen den 75. Jahrestag ihrer Gründung. Damit die Vereinten Nationen den globalen Herausforderungen gerecht werden können, müssen sie insgesamt transparenter, unbedingt handlungsfähiger, aber auch bürger*innennäher werden. Die Einrichtung eines Parlaments der Menschheit wäre ein Schritt in diese Richtung.

Die Krise und die Versprechen der Demokratie in der Longe durée des 20. Jahrhunderts

Das Versprechen der Demokratie ist nicht, dass dem Willen des Volkes Geltung verschafft wird. Denn den Willen des Volkes gibt es nicht. Es gibt vielmehr nur unzählige Kombinationen von Meinungen und Interessen, aus denen jeweils von neuem ein dem Volk zurechenbarer Wille gebildet werden muss. In dem so gebildeten Willen werden sich nie alle wieder finden. Das Versprechen der Demokratie ist aber, dass alle bei der Bildung des Willens mitwirken und also Einfluss auf das Ergebnis nehmen können und dass der jeweiligen Mehrheit nicht alles erlaubt ist, insbesondere nicht, die Minderheit um ihre Chancen zu bringen, selbst Mehrheit zu werden, samt den Voraussetzungen, die dafür nötig sind.

Class, Identity and »We the People«

The great marxist historian Eric Hobsbawm observed that the “long 19th century” repeatedly posed the question of “who is the people” while the “short 20th century” attempted to answer the question – often in the most bloody and regressive ways. It has been one of U. K. Preuss’s great contributions to grapple with and explain how constitutions have attempted to conceptualize and vindicate “the people” within a liberal and democratic order that can free us from those bloody and regressive ways.