The Origins of Racism and the new Basic Law: Jewish Nation-State

The opponents of Israel's Nation-State Law can be roughly divided into two camps. The first camp views the law and especially its Article 1 as racist while the second camp cosiders it as conflicting with basic democratic values because it does not include the right of equality. This group also views Article 1 as simply declarative, as from the moment of its establishment the State of Israel has defined itself as a Jewish state. How does Israeli law perceive racism? And how tenable is the proposition of the Law being merely declaratory?

Israel’s Nation-State Law – What Now for Equality, Self-Determination, and Social Solidarity?

The enactment of Basic Law: Israel as the Nation State of the Jewish People on July 19th, 2018, triggered an intense public debate, not only in Israel. But what are the implications of this law? In particular, how is it likely to affect minorities, the right of Israel’s Arab-Palestinian minority to internal self-determination, and the possible development of all-encompassing social solidarity in Israel?

Murder in the Name of Allah: Asia Bibi and Pakistan’s Blasphemy Law

The Pakistani Supreme Court’s release of Asia Naureen, a mother of five from Pakistan’s shrinking Christian community who was imprisoned nine years ago on trumped-up blasphemy charges, has riled up the religious right and spiralled into scorching new waves of violence. The Supreme Court, however, had no qualms with mandatory death sentences for insults against the Prophet.

Toleranz ja! Aber gegenüber wem? Der österreichische Blasphemie­straftat­bestand vor dem EGMR

Das am 25.10.2018 veröffentlichte Urteil des EGMR in E.S./Österreich (Beschwerde Nr. 38450/12) hat für erhebliches Aufsehen und einige Aufregung und Kritik gesorgt – zu Recht. Die ganz auf den konkreten Sachverhalt fokussierte Entscheidung interessiert vor allem für das, was sie nicht oder nur am Rande behandelt: die Kriminalisierung blasphemischer Äußerungen durch Bestimmungen wie § 188 StGB.

Lesbische Eltern! Warum das Kindeswohl keinen Aufschub mehr verträgt

Lesbische Frauen können in Deutschland seit mehr als einem Jahr eine Ehe schließen. Im Recht der Eltern-Kind-Zuordnung werden sie aber immer noch nicht gleichbehandelt. Das will ein Gesetzentwurf von B90/DIE GRÜNEN ändern. In der Bundestagsdebatte verwiesen zahlreiche Abgeordnete auf bestehende Prüfungs­erfordernisse. Die Prüfungen sind aber längst erfolgt. Die rechtliche Gleichstellung lesbischer Co-Mütter darf nicht weiter vertagt werden.

»Mythos Interpol« und sein Missbrauch durch autoritäre Regime

Das Verschwinden des Interpol-Präsidenten Meng Hongwei lenkt den Blick auf ein Problem, das Interpol schon seit seinen Anfängen begleitet: ihre strukturelle Anfälligkeit, von autoritären und totalitären Regimen zur weltweiten Verfolgung unliebsamer politischer Gegner missbraucht zu werden. Vor allem Russland und die Türkei machen von diesem Mittel umfangreich Gebrauch - und weder die deutschen Sicherheitsbehörden noch die Bundesregierung scheinen sich für diesen Missbrauch ausreichend zu interessieren. Immerhin wächst neuerdings der internationale Druck auf Interpol.

Lehrermeldeportale darf der Staat nicht akzeptieren

In mehreren Bundesländern will die AfD Internetplattformen betreiben, auf denen Lehrerinnen und Lehrer wegen AfD-kritischen Äußerungen im Unterricht angezeigt werden sollen. Die Behörden zögern, dagegen rechtliche Schritte zu unternehmen, und verweisen auf die privaten Möglichkeiten der Lehrkräfte, ihre Rechte durchzusetzen. Das reicht aber nicht.

Postgender! Für ein Recht ohne Geschlecht

Der Bundestag debattiert heute in erster Lesung einen Gesetzentwurf, der für die Eintragung des Geschlechts im Geburtenregister eine neue Kategorie einführen will: „divers“. Viel ist darüber diskutiert worden, ob solche Änderungen des Personenstandsrechts gerechtfertigt werden können. Die viel grundlegendere Frage aber ist, warum Geschlecht überhaupt als rechtliche Kategorie erfasst wird und ob die Gründe hierfür eigentlich (noch) tragen.

Should the ECtHR Consider Turkey’s Criminal Peace Judgeships a Viable Domestic Avenue?

Turkey has seen an erosion of democracy in recent years, particularly since the July 2016 coup attempt. The European Court of Human Rights has received over 33,000 applications from the country. However, more than 90% have been rejected, many on the basis that they have yet to exhaust viable domestic avenues. This is a conundrum when there is no viable domestic judicial system that is independent from the state. Of notable concern is the Criminal Peace Judgeships (CPJ).