Lock-Down to Avoid Lock-Up?

Whether and to what extent public demonstrations can legitimately be limited in times of a pandemic is a challenge many countries are facing these days. In Israel, however, the COVID-19 crisis is intertwined with an ongoing political crisis. Citizens take to the street against a government which uses the pandemic as an argument to restrict those very protests. With a second lock-down imminent, is freedom of assembly in danger in Israel?

Fear and (Self-)Censorship in Academia

Concerns with media freedom in Hungary go back years and they are also used as the case study for the Reverse Solange proposal presented on this blog. The most recent event is the takeover of the largest online news portal, Index, where the entire staff left as a response. A less documented arena is the academic setting we work in and which influences our work and everyday life. In both fields, takeover and blatant censorship is but the tip of the iceberg: the most visible part and indicative of a larger problem. In this post, I describe the problem through illustrative cases and discuss possible responses.

Die Numerierung der Bürger: Effizienzdenken versus Überwachungsangst

Die Kritik ist Jahrzehnte alt, ihre Wirkung gering: Schon früh haben Bürgerrechtler erkannt, dass die Einführung einer allgemeinen Bürgernummer für Verwaltungszwecke verfassungsrechtlich bedenklich wäre. Nun unternimmt die Bundesregierung wieder einen Versuch, die ganz umfassende Vernetzung der öffentlichen Register zu bewerkstelligen, und weckt damit die alten Ängste vor dem Überwachungsstaat. Der durchorganisierte Verwaltungsstaat, der den Reformern vorschwebt, ist aber nicht nur deswegen so problematisch, weil er die Bürger effektiver kontrollieren könnte, sondern weil die angestrebte perfekte Verwaltung auch ohne eine solche Überwachungsabsicht die Freiheitlichkeit der Gesellschaft gefährden würde.

Systematische Diskriminierung oder nur rechtswidrige Praxis?

Im Juni 2020 trennte das Jugendamt Frankfurt a.M. eine Romni von ihrem neugeborenen Kind, nachdem sie aufgrund der Corona-Maßnahmen nicht mehr ihrer Tätigkeit als Sexarbeiterin nachgehen konnte. Ausschlaggebend für die Trennung waren die sozioökonomischen Verhältnisse der Mutter. Diese und die dadurch bedingte (drohende) Obdachlosigkeit für sich genommen können aber eine Inobhutnahme von Kindern durch das Jugendamt grundsätzlich nicht rechtfertigen.

Technology and Law Going Mental

On 28 August 2020, Neuralink gave a much anticipated update on their progress to connect humans and computers. In the near future, the activities within our brain will be recorded, analysed, and altered, shaking our conception of inaccessible mental processes. A multitude of legal issues will arise, in particular to what extent fundamental and human rights protect mental processes and neurological data collected by (therapeutic or enhancing) brain-computer interfaces (BCIs) from being accessed by states without the individual’s consent. To date, however, there remains a significant gap as neurological data does not enjoy absolute protection from any interference within the existing European human and fundamental rights frameworks. This gap could be remedied by introducing new mental rights.

Juridifizierung von Symbolpolitik

Am 14. August veröffentlichte das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) einen Beschluss, der eine Verfassungsbeschwerde gegen das Verbot der Verwendung von Kennzeichen verbotener Vereine nicht zur Entscheidung zuließ (Beschluss der 3. Kammer des Ersten Senats vom 9. Juli 2020 - 1 BvR 2067/17, 1 BvR 424/18, 1 BvR 423/18). Damit bestätigte die Kammer, dass die Mitglieder nicht verbotener Chapter eines Vereins Kennzeichen eines verbotenen Chapters wie die Kutte oder eine Tätowierung nicht mehr tragen dürfen. Der Kern der Begründung des BVerfG: Wenn ein legaler Verein das Logo eines verbotenen Vereins benutze, identifiziert er sich auch mit dessen strafbaren Aktivitäten. Bei näherer Betrachtung erweist sich die Begründung als realitätsfremd und nicht stichhaltig.