The Covid-19 Pandemic, the Failure of the Binary PHEIC Declaration System, and the Need for Reform

The COVID-19 pandemic has raised unprecedented challenges for the global health framework and its long-term consequences are not yet in full sight. The alarm mechanism based on the declaration of Public Health Emergency of International Concern (PHEIC), in particular, has been severely tested. As underlined by some scholars, a reform of the PHEIC’s mechanism would not solve the core issues of the alert and response system behind the IHRs, that do have mainly a political dimension.

From Charity to Justice in the Pandemic

Waiving intellectual property rights is not a panacea in the current pandemic, but it may remove obstacles and, importantly, would send the right message. Germany should therefore change its position and support a decision in the World Trade Organization (WTO) to that effect. Donations are good and necessary in the short-term, but they must not be mistaken for acts justice in international relations.

Die Rückkehr »positiver Komplementarität«

Der (neue) Chefankläger des Internationalen Strafgerichtshofs (IStGH), Karim A. A. Khan Q.C., hat gestern die Einstellung der (jahrelangen) Vorermittlungen (preliminary examination) zu Kolumbien angekündigt. Mit der Einstellung haucht der neue Chefankläger des Internationalen Strafgerichtshofs dem in Vergessenheit geratenen Konzept „positiver Komplementarität“ neues Leben ein und lässt eine strategische Neuausrichtung erkennen.

Towards Member-driven International Pandemic Lawmaking

The COVID-19 pandemic has blatantly exposed the flaws of the World Health Organization (WHO) and its International Health Regulations (IHR) in addressing cross-border communicable diseases. We argue that the IHR is ill-designed: its rules and mechanisms are disproportionately tied to the Director General’s (DG) exercise of power, rendering insufficient member access to and participation in core decision-making and greater tendency of regulatory capture.

Afghanistan – wer schützt das Völkerrecht?

In Einem sind sich politische Parteien, Medien und Öffentlichkeit einig: ob man den Rückzug der Bundeswehr aus Afghanistan nun Desaster, Debakel oder Niederlage nennt, er soll gründlich analysiert werden, und mit ihm der gesamte Einsatz seit 2001. Die völkerrechtliche Legitimation des Kriegseinsatzes steht nicht zur Debatte. Doch muss eine unvoreingenommene Analyse zu dem Ergebnis kommen: der Krieg begann mit einem Verstoß gegen das Völkerrecht, produzierte in seinen 20 Jahren zahlreiche Kriegsverbrechen und endete nun mit einem letzten Bruch des Völkerrechts.

Investitionsschutz über Klimaschutz?

Der sogenannte Energiecharta-Vertrag (ECT) steht wegen seiner investorenfreundlichen Bestimmungen und der Bedrohung, die er für die Energiewende darstellt, bereits seit längerer Zeit in der Kritik. Immer mehr EU-Mitgliedstaaten, darunter etwa Frankreich und Spanien, erwägen einen Rücktritt vom ECT. Ein solcher Rücktritt ist völkerrechtlich möglich und klimapolitisch wünschenswert.

Addressing IP Barriers in the Context of a Pandemic Treaty

By relying on the private sector in the context of COVID-19, many countries are struggling to secure adequate personal protective equipment, testing kits, and, more importantly. life-saving vaccines. A radical paradigm shift is needed from a market-based paradigm to one that encourages more scientific collaboration transcending national, regional, and global levels.

Die Afghanistan-Saga hat die Ausrichtung des Völkerrechts und der internationalen Beziehungen nicht erschüttert

Die Abzugsphase des Internationalen Allianz in Afghanistan hat zwar zu Recht viel Aufmerksamkeit, Kontroversen und Tragödien ausgelöst, aber im Großen und Ganzen hat sie - bis jetzt - keinen bedeutenden Bruch in der Ausrichtung des Völkerrechts und der Beziehungen zu schwächeren Staaten und Völkern verursacht oder signalisiert.

Der Abzug aus Afghanistan läutet eine neue Ära globaler Kriege um Infrastruktur und Lieferketten ein

Für manche stellt der demütige Abzug der Vereinigten Staaten und der NATO-Koalitionspartner aus Afghanistan ein angemessenes Ende der Kriege nach dem 11. September 2001 dar. Doch meiner Meinung nach markiert dieser Abzug einen wichtigeren Anfang: unseren unfreiwilligen Eintritt in eine neue Ära der kompetitiven Kriegsführung - wobei Afghanistan nur den Anfang einer neuen Ära globaler Infrastruktur- und Lieferkettenkriege darstellt.